Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!

Posted in Es geht auch anders, Häufig nackte Tatsachen, Mitgeteiltes Leid..., Uncategorized with tags , , on April 27, 2013 by pheneas

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Ist ja nicht so, dass mir die Themen für den Wahnsinn aus dem Wok ausgehen, aber das Thema „Ältere Herren auf der Suche nach der Frau für’s Leben“ ist gerade in Thailand so komplex, dass es eines eigenen Blogs bedarf.

Ihr findet hier keine „Selbsthilfegruppe“ für potentielle Helplineanrufer oder Arthrosenkavaliere, die am Super Single Suizid Sonntag in den Short-time Hotels in Pattaya oder Phuket vom Balkon hüpfen! Der Begriff Selbsthilfe bezeichnet ja auch lediglich, dass man sich selbst hilft,- oder? Vielleicht gibt es eher etwas Erkenntnis für die Schlaumeier der notorischen „Das kann mir nicht passieren“ Liga.

Also, herzlich willkommen auf der neuen Baustelle- Liebeskasper Thailand! Hier geht’s bald rund. Natürlich wie immer mehr von der humorvoll-sarkastischen Seite betrachtet. Wer Zwiebelschneider-Tragödien (das Einzige was Griechenland derzeit der Welt noch zu bieten hat)  liebt, geht besser ins Theater.

All denjenigen, die durch die Beziehung mit einer Thai in Mitleidschaft gezogen wurden, bleibt ja noch die alte User-Weisheit:

Lieber widerlich,- als wieder nicht…

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Song auf YouTube hören- aufs Bild klicken

Die Gruppen ausländischer Thaifrauen-Enthusiasten

Posted in Uncategorized on April 27, 2013 by pheneas

Genaugenommen gibt es drei Gruppen ausländischer Thaifrauen-Enthusiasten: die Sextouristen, die Liebeskasper und die „ich lebe mit einem Bar Girl“ Typen.

Freier vor den AuslagenDie Sextouristen, über die in Fachzeitschriften wie „Wochenend“, „Bunte“ oder gar „Emma“ immer gern widerliches und  liederliches berichtet wurde, kommen eigentlich am besten weg. Die Jungs fliegen für drei Wochen ein, kennen die Preise, greifen sich eine oder mehrere Vaginalfachverkäuferinnen, entsaften bis die Hoden „ihr Kinderlein kommet“ pfeifen und ziehen sich bis zum nächsten Urlaub problemlos wieder in die Tristesse eines Lebens als Alleinunterhalter zurück, ohne sich emotional zu engagieren. Sie wissen, Geld ist frei jeder Moral und in einem Land in dem man die Brieftasche und den gesellschaftlichen Status eines Menschen grundsätzlich höher einschätzt als charakterliche Qualitäten, sind sie mehr als willkommen. Für sie erscheint es eher unmoralisch die eigenen Blagen beim Memory zu beschießen, als eine Thai im Alter ihrer Enkelin zu begatten. Wer denn wirklich noch Gewissensbisse zeigen sollte, der kann ja nach seiner Rückkehr in der heimischen Dorfkirche drei Rosenkränze für seine empfängnislose Befleckung durchorgeln.

Pauschalisierungen sind immer ein dünnes Eis, aber nach so vielen Jahren in einem Land wo es mehr Nutten gibt als Taxifahrer, kann ich die meisten dieser Gattung schon von der anderen Straßenseite erkennen: 50-something, dünne milchreisfarbene Beinchen die aus Tchibo-Explorer Shorts baumeln, Deo Roller Frisur und Macho-Gehabe, daß selbst mexikanische Coca-Bauern ermuntern würde sie zum Máximo Líder des Kartells zu erheben. Die meisten Angehörigen dieser Gruppe kamen zu der Überzeugung: Männer und Frauen passen eigentlich nicht zusammen. Einzige Ausnahme- ein kleiner Bereich in der Körpermitte. Die Cheap Charlies unter den Genitaldenkern gehen erst kurz vor der Polizeistunde in die Fleischhallen, um mit viel Glück die Barfine zu umgehen.

Die Liebeskasper teilen sich in zwei Untergruppen: vorher und nachher. Typische Angehörige der ersten Gruppe sind Leute, die der Weisheit Glauben schenken: jede zweite Ehe wird geschieden.- wenn nicht sogar jede Dritte, also warum nicht auch meine?  Die Nervenkriegsveteranen einer unerquicklichen Scheidung, stolzieren wie Kaninchenzüchter-Macchiavellis händchenhaltend mit oops_300ihrem neuen Hasen auf den Strandpromenaden, um herzlich willkommene neidische Blicke auf sich zu lenken. Sie laufen in Shopping Malls mit glühender Kreditkarte und vollen Einkaufstüten hinter einer 20-jährigen Thai hinterher, die aufgebrezelt ist, als ginge Halligalli Wally zur Oscar Verleihung der Pornobranche. Wie sagt man so schön? Wenn Geschmack, Stil, gesunder Menschenverstand und Fingerspitzengefühl nur mäßig ausgeprägt sind, dann ist Kleidung an sich schon ein Fettnäpfchen.

Wenigstens haben die meisten von ihnen am Anfang noch so viel Futter in ihrem Sparkondom, dass sie der Einsamkeit immerhin noch stunden(hotel)weise entfliehen können. Wenn die täglichen Einkaufstrips und abendlichen Restaurant- und Bierbarbesuche seltener werden, reduziert sich synchron dazu auch die Anhänglichkeit ihres Anhängsels. Das ist der Zeitpunkt, an dem viele bei schmerzhafter skrotaler Kernschmelze Mentalinsolvenz anmelden und in die „nachher Gruppe“ downgraden. Das sind die Typen, neben denen in den Bars immer zwei Barhocker frei sind, weil man ihnen schon von hinten ihre Weinerlichkeit ansieht. Nach dem 12ten Galama-Tropical hört man gelegentliches Lallen wie: „dabbei habisch doch allet für sie jemacht und jetan, wer hat denn imma allet jelöhnt und dann haut die Schlampe einfach ab und nimmt auch noch meinen Reisewecker mit, das mussu dir ma vorstelln!!!“

Die „ich lebe mit einem Bar Girl“ Typen. Das ist die „Latte Macchiato mit Chili Streuseln Liga“ unter den Liebeskaspern, zu der wohl auch unser Freund Wolfgang gehört.  Ich kenne einige von ihnen. Es sind keine Urlauber oder Sextouristen, sondern Leute, die auf längere Zeit im Land leben und dabei zu  mit einem überschaubaren Thai-Gehalt arbeiten, oder eine kleine Pension beziehen. Oft klagen sie zwar, daß full-contactihr Perlhuhn die Geldbörse geplündert hat, der Vermieter vor der Tür stand, weil sie die Miete nicht bezahlt hat, obwohl sie das Geld dafür von ihrem „Hausfreund“ erhalten hat. Uhren und Schmuckgegenstände landeten auf unerklärliche Weise beim Pfandleiher, und doch hält die Beziehung seit Jahren in einem wechselseitigen Geben und Nehmen. Der Mann ist meist mehr oder weniger zufrieden mit dem was er vermeintlich hat. Er nimmt dafür in Kauf das „seine Freundin“ tagelang mit Freiern unterwegs ist, übernächtigt und halb besoffen nachhause kommt und unterdrückt seine unterschwellige Eifersucht. Sie denkt sich in den meisten Fällen, solange ich keinen Langzeit-Sugar Daddy an Land gezogen habe, ist er immer noch das kleinere Übel, selbst wenn er meist einen Igel oder Stacheldraht in der Tasche hat. So lässt es sich leben,- zumindest erst einmal.

Wie lebt es sich mit einem „working girl“?

Posted in Häufig nackte Tatsachen, Uncategorized with tags , , , , , , on April 27, 2013 by pheneas

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Eifersucht kam bei Wolfgang so gut wie nie auf, auch wenn Ning ihm das in den ersten drei Jahren ständig unterstellt hat. Allerdings immer dann, wenn er sie darauf aufmerksam machte, daß sie nicht die Vereinbarungen zwischen ihnen eingehalten hat, hieß das Motto: Nachbarn öffnet die Fenster, hier gibt’s Krach! Erstaunlicherweise sind es die Bar Girls, die mit Argusaugen über ihren Partner wachen. Ein freundliches Lächeln, eine Geste der Hilfsbereitschaft, oder auch nur eine Bemerkung über das Outfit oder Aussehen einer anderen Frau, führt unweigerlich zum Zoff der Extraklasse. Eigentlich verständlich, schliesslich haben sie es täglich mit notorischen „Fremdgängern“ zu tun.

Für den Partner, Hausfreund oder Ehemann einer Prostituierten, ist es wohl unumgänglich, den Job im Erektionsmanagement mit gesundem Abstand zu sehen. Natürlich geht man nirgendwo hin, wo man seine Partnerin händchenhaltend mit einem Freier treffen könnte. Wolfgang sagte einmal, worauf sollte ich Eifersüchtig sein? Ning bekam gelegentlich Fotos von stolzen Freiern geschickt, die auf Kurzurlauben in den beach resorts gemacht wurden. Übergewichtige ältere Männer in Shorts, die schwitzend mit schütterem Haar und gelben Zähnen den Liebeskasper geben. Wolfgang dachte oft beim Betrachten der Bilder, wäre er eine Frau, müsste ihm schon einen ansehnlichen Betrag zahlen, um mit so einem Repräsentanten der Krönung der Schöpfung Sex zu haben, oder von ihm auch nur geküsst zu werden. Irgendein Betrag in Millionenhöhe sollte es aber schon sein. 

sunriseAuch Ning sah naturgemäß den Job eher pragmatisch. Eine Urologin ist schließlich auch nicht zwangsläufig eine Nymphomanin. Wenn einer nicht extrem unappetitlich riecht, nicht nervt, oder Kampfschmuser ist, lediglich Hausfrauensex erwartet, wenn wegen großen Nachholbedarfs der Koitus schnell und schmerzlos über die Bühne geht und sich vom Ertrag des Service für ein Wochenende am Strand ein neuer Kühlschrank für die Familie im Isan bezahlen lässt, ist das schon OK. Manchmal kam sie auch völlig wütend nachhause, weil sie einen Freier vorzeitig verlassen hat, weil der Typ versucht hat den Preis für sein Schäferstündchen zu drücken. Das waren Situationen, in denen Wolfgang sehr vorsichtig mit ihr umgehen mußte. Besonders dann, wenn Ning gut angebrezelt Zuhause auftauchte, richtete sich ihr Zorn gegen ihn, weil ihr dann in den Kopf kam, dass sie nur in diese Situation geriet, weil ihr Partner nicht für den Unterhalt der Familie aufkommt und sie deshalb diesen Job machen muß. Sie wurde in solchen Situationen auch schon gerne mal handgreiflich und schrie das ganze Haus zusammen.

Ning und Wolfgang hatten sich auf ein paar Regeln für ihr Zusammenleben und den Umgang mit ihrem Job geeinigt. Sie rief vom Club aus an, um ihm mitzuteilen, dass sie mit einem Freier die Nacht verbringt. Kein Sex mit Freiern ohne Kondom. Sollte einem Short-time Deal ein langer Nachmittag auf Einkaufstour folgen, bekam er eine SMS und Angaben wann sie nachhause käme. Kein Freier erhält ihre Adresse. Keine Besuche von den Typen im Apartment.

AbsturzEinige Freier haben die Angewohnheit die Mädels zum verschärften Trinken einzuladen, was diese natürlich begrüßen, da sie die vom Club geforderte Anzahl an Drinks auf ihr Konto schreiben können. Natürlich verschwimmen nach 12 Tequila einige der Grenzen der vorgenannten Regeln. Anrufe und SMS bleiben aus, Ning kam 6 Stunden später als Angekündigt von der Tour zurück, und Wolfgang machte sich Sorgen darüber, ob alles in Ordnung ist. Immerhin sind eine Menge Hirnis unter den Freiern auf der Piste. Es kam auch vor, dass Ning breit wie eine Nonne im Spagat aus einer Karaoke-Bar anrief, um Wolfgang lallend bis zur Unverständlichkeit zu bitten sie abzuholen. In einem Fall saß sie irgendwo in Bangkok morgens um 4 an einer Straßenecke, konnte ihm aber nicht erzählen wo sie sich befand. Da schrieb  Wolfgang in sein Tagebuch: Lieber einen Kabelbrand im Herzschrittmacher, als dich im besoffenen Zustand länger ertragen zu müssen!

Die neuen Leiden des nicht mehr ganz jungen W.

Posted in Uncategorized on April 26, 2013 by pheneas

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Es gibt eine Menge Ausländer-Foren, in denen hunderte Erfahrungsberichte von frustrierten und enttäuschten ausländischen Liebhabern mit einer Thai-Frau zu finden sind. In den meisten Fällen werden darin den Frauen die schlimmsten Vorwürfe gemacht, ungeachtet der Tatsache dass es zwei Personen zum Tango braucht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es keine Foren oder Literatur von den Erfahrungen thailändischer Frauen mit ihren „farrangs“ gibt. Da besteht Nachholbedarf.

Hier geht es lediglich darum, zu berichten wie man als Ausländer überhaupt in so eine Situation kommt, und wie sich die Dinge entwickeln können. Außenstehende mögen  bei nüchterner Betrachtung zu der Bemerkung geneigt sein, da gehen Geweihjucken und Hirnschmelze ungeahnte Symbiosen ein. Romantiker sagen oft,- ach Gott, da hat sich halt einer in die Falsche verliebt und wer es pragmatisch angeht, kommt zu der Überzeugung: manchmal haut die Realität der Hoffnung aufs Maul.

Und noch ein Hinweis vorweg, da man ja inzwischen verklagt werden kann, wenn man die Wahrheit berichtet: Die Namen sind erfunden und jede Ähnlichkeit mit noch lebenden Personen wäre rein zufällig, wenngleich nicht völlig unwahrscheinlich.

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Dies ist die Geschichte von meinem Kumpel Wolfgang, einem 52-jährigen Deutschen, und Ning, einer 43-jährigen Thai im Land der ungedeckten Möglichkeiten. Er hat mit der Expat-Gemeinde in Bangkok nichts am Hut. Da ich der einzige Deutschsprachige in seiner Nachbarschaft bin, erzählte er mir in fast 7 Jahren nach und nach so ziemlich alles über seine Erfahrungen mit der einzigen Thai Freundin die er je hatte und deren Verwandtschaft.  Zudem habe ich die beiden auf diversen Geburtstagsfeiern und zu anderen Gelegenheiten gerne besucht. Als ich ihm sagte, ich möchte über Beziehungen zwischen thailändischen Frauen und „farrangs“ schreiben, reichte er mir sein Tagebuch unter der Bedingung, ihm zu versprechen, die Namen zu ändern und keine wahre Identität preiszugeben. Ich habe mich daran gehalten.

Zufällige Begegnung

As two ships passing in the night,
So quietly neath the stars soft light;
Our paths cross but now and then.
Reaching out, seeking one another again.

                                                                                                  Henry Wadsworth Longfellow

Nachdem Wolfgang, bedingt durch den Konkurs seines Arbeitgebers in Malaysia seinen Job und eine Menge Geld verlor, bot ihm sein Freund John an, der Stadthalter seines Unternehmens in Bangkok zu werden. Der Freund zahlte ein angemessenes Gehalt und Unterkunft in einem anständigen Hotel für die Vertretung seiner Interessen, in der Stadt der Engel. Da Wolfgangs neuer Chef mit einer Thai verheiratet war, kam er gelegentlich zu Besuch nach Bangkok um sich mit ihm zu treffen. Natürlich wusste Wolfgang, daß die geschäftlichen Dinge alle auch über das Internet abgehandelt werden konnten. Aber wer jemals die Frau seines Chefs gesehen (zu hässlich für die Lieblingskneipe) und deren Allüren erlebt hat, konnte sich gut vorstellen, dass die Besuche lediglich dem Zweck dienten, es in Nana, Patpong und der Soi Cowboy mal wieder genitalös krachen zu lassen. Sonst hätte er ja den Besuch in das Heimatdorf der Angetrauten verlegen können.

tilac2008Eines dieser Treffen war in Bangkoks berühmt-berüchtigter Soi Cowboy angesetzt. Wolfgang war nach monatelanger Arbeit zum ersten Mal auf Bangkok’s sündiger Meile, da er wenig Verlangen verspürte seine Abende mit Nutten und besoffenen Sextouristen zu verbringen. Oder gar am Tisch zu sitzen, auf denen die Mädels in 20 cm breiten Röckchen ohne Slip tanzen, um ihre Auslagen feil zu bieten.  Schlimmer noch, lediglich zwischen ausländischen Geschäftsleuten einen Platz zu finden, die der Mama San tausend Baht-Banknoten nachwerfen, um einen VIP Status zu erhalten. Das garantiert immerhin eine bessere Behandlung als die üblichen Streitereien zu Hause, mit einer übergewichtigen, aus der Heimat  importierten Walküre, nachdem sie den Tag in einem Golfclub, in Spas und Friseursalons verbracht hat in denen sie Diätvorschläge aus den Magazinen reißt.

Wolfgang und John saßen vor der „Tilac“ Bar im Freien, tranken Bier und beobachteten die Masse der männlichen Passanten die genitalgesteuert durch die Samenspender Soi schlurften. Plötzlich erschien Ning in ihrer Tanzpause vor dem Laden, setzt sich mit ihrem Lendenschurz elegant auf einen Barhocker und plauderte mit ihren Kolleginnen. Die Mädels schienen sich zu amüsieren und als Ning ihr strahlendes Lächeln zeigte war Wolfgang schwer beeindruckt. Er sagte eher beiläufig zu John: „Wow, eine Frau mit so einem Lachen hätte ich früher heiraten wollen.“ Die beiden tranken noch ein paar Bier, bevor sich John verabschiedete und ohne Anhang den Laden verließ. Wolfgang wollte sich gerade auf den Weg in sein Hotel machen, als Ning sich zu ihm setzte und sagte: „Hi ich heiße Ning, dein Freund hat gerade die Barfine und die 2.000 Baht für mich bezahlt, damit ich mit Dir ins Hotel gehe.“ Die beiden plauderten ein Wenig und Wolfgang war erstaunt hier eine Frau zu finden, mit der tatsächlich eine Unterhaltung in Englisch möglich war. Obwohl das alles nicht so geplant war, nahm Wolfgang sie mit ins Hotel. Dort angekommen duschte sie, kam aus dem Bad und legte sich nur mit einem Sarong bekleidet auf das Bett. Wolfgang ist eher der schüchterne Typ und machte keine Anstalten ihr an die Auslagen zu gehen. Sie unterhielten sich bis morgens um 6 Uhr, als Ning sagte: „Wenn du nicht ´Liebe machen willst´ dann fahre ich jetzt nach Hause. Und so geschah es auch.

Tage vergingen und Wolfgang konnte nicht umhin, Tag und Nacht über die Begegnung mit Ning nachzudenken. So entschied er sich, die Tilac Bar ein paar Tage später wieder zu besuchen. Im Laufe der nächsten Wochen entwickelte sich daraus eine- Wolfgang zahlte die Bar fine und Ning geht mit ihm aus- Beziehung. Wobei sie geflissentlich die sonst übliche Frage nach Geld vermied. Sie war lediglich froh, die von der Bar geforderte Anzahl an Bar fines zu bekommen und eine Auszeit von der Hopserei um die Stange nehmen zu können.

Es wird ernster

Nach ein paar Wochen, in denen Ning mit Wolfgang vornehmlich nach der Stangenhüpferei die Nächte ohne Freier in seinem Hotel verbrachte fragte sie ihn, ob er sie nicht in ihrem Apartment besuchen möchte. Zunächst war Wolfgang begeistert von der Einladung, aber der Anblick ihrer Behausung war gleichzeitig ernüchternd. Ein Raum, vollgestopft mit viel zu großen Schränken und Anrichten, wie üblich in ärmeren Behausungen die typische Thai Toilette in einem split tongueMinibad, an der Wand ein riesiges Poster von zwei händchenhaltenden Kindern und Blümchenbettwäsche sowie ein Fernseher mit Karaoke-Anlage. Ning eröffnete ihrem neuen Boyfriend, er sei der erste Mann, den sie in ihr Domizil eingeladen hat. Die einzige Premiere war jedoch, dass dies ihre erste Lüge war, der Wolfgang aber ziemlich schnell auf die Schliche kam. Später fand Wolfgang heraus, dass mindestens ein finnischer Anwalt, ein Amerikaner aus Hawaii, ein Holländer und ein ziemlich abgefahrener Japaner mit einer Vorliebe für Ladyboys und Pornodarstellerinnen die Penelope Cruz ähnelten, zeitweilig hier gewohnt hatten, um bei ihren Entsaftungsurlauben die Hotelkosten zu sparen.

Wenigstens hat der vorbeifliegende Holländer, die überdimensionierten Möbel und keinen Wohnwagen gekauft. Der Finne hat, wie erwartet, ein Nokia-Mobiltelefon und den Fernseher spendiert. Nur zwei Tage später bot Ning Wolfgang an bei ihr zu wohnen, so würde er die teure Miete für das Hotel sparen. Den Zusatz- dann bleibt auch mehr für mich übrig- verkniff sie sich. Irgendwie war Wolfgang emotional wohl schon genug angebrütet, um auf das Angebot einzugehen. Er verspürte offensichtlich das Verlangen nach einem positiven zwischenmenschlichen Szenario.

Die lügen alle

„An einem Familientreffen sind nicht nur die schuld, die es ausrichten, sondern auch die, die es nicht verhindern.“

Irgendein Hirnfried, der es verdient hätte kopfüber in einem Dixi-Klo eingesperrt zu werden bevor man es anzündet, muss den Ejakulations-Assistentinnen aus dem Isan gesteckt haben, dass es sich positiv auf die Freigiebigkeit der Freier auswirkt, wenn man ihnen das vermeintliche Elend der eigenen, armen und zugleich so enorm freundlichen Familie vorführt. Ning schleppte also ihren „Neuen“ ins Isan. Natürlich wieder mit der Bemerkung, er wäre der Erste der dieses Privileg genießen darf, womit wir bei Lüge Nummer Zwei angelangt wären. Wenn jeder ihrer Teilzeitbegatter eine Kerbe in die Kokospalmen des Nachbars geritzt hätte, könnte man die Nüsse in den Wipfeln bequem auf Stufen erreichen.

Großzügig bestand sie darauf die Bustickets selbst zu bezahlen, was Wolfgang bei weiteren Besuchen in Thailands intellektuelle Sahelzone kategorisch ablehnte. Sieben Stunden in einem Cheap Charlie Bus geben jedem Europäer das Gefühl wie es sein muss, wenn man in sein Heimatdorf nach Albanien abgeschoben wird. Eindrucksvoll sind lediglich die Metallrahmen der Sitze, geeignet einen akuten Bandscheibenvorfall als Erinnerung an ein völlig überflüssiges Abenteuer zu hinterlassen.

Das für Isanverhältnisse schmucke und solide Häuschen der Familie, erinnert ein wenig an den Spruch über den gemeinen  Bieber, das einzige Lebewesen, dass seinen Bau mit dem Schwanz baut. Immerhin zeigte es, daß Ning ihre Pussy-Penunzen sinnvoll verwendet hat und nicht, wie viele Kolleginnen, das Geld für Glücksspiel und Drogen verbraten united-pimps-pencilhatte. Sinnvoll angelegt, kann man es dennoch nicht nennen. In ihrer Naivität hat Ning das Haus ihrer großen Schwester überschrieben, die wegen der Anmeldeformalitäten darauf bestand. Das gleiche gilt für die zwei Pickup Trucks vor dem Haus. Der eine Stammt aus Erbmasse, der andere aus Nings Börse. Den Unterhalt und Reparaturen zahlt sie jedoch für beide Autos. Das mit der Anmeldung ist schwer zu glauben, denn ihre eigene Brut (insgesamt 12 Personen darunter zwei schwerbehinderte Kinder) war ihr immer weitaus wichtiger als ihre adoptierte Schwester. Nur wenn es um die nahezu tägliche Bettelei um Geld geht, war und ist Ning für sie die erste Adresse. Auch die 60.000 Baht die gebraucht wurden, um den Sohn der Big Sister aus dem Knast freizukaufen, gingen zu Nings Lasten. Irgendwie gewann Wolfgang den Eindruck, seine Ning sei wohl das einzige weiße und dazu noch grenzenlos gutmütige und naive Schaf in der Familie.

Wolfgang wurde nie direkt von der Familie angebettelt. Um dennoch an seine Kohle zu kommen, ging man mit der im Isan gelegentlich doch verbreiteten Reisbauernschläue vor. Man lud ihn ein, mit der Familie nach Surin zum Einkaufen zu fahren. Von Fressalien über Shampoo und Windeln bis zu Lesebrillen wurde alles in Anstaltspackungen eingekauft. Natürlich hatte Ning nie genug Bares dabei, um den Inhalt von drei Einkaufswagen zu bezahlen. Aber zum Glück war Wolfgang ja mitgekommen, um auszuhelfen. Auch die nachfolgenden Gelage mit kistenweise Bier, Spy, Softdrinks und Snacks, zu pay-up-suckerdenen sich das halbe Dorf mit Pressdurst und krampfartigem  Ernährungsmangel einlud, wurden auf diese Weise finanziert. Auf diese subtile Art der Erpressung gelangten in vier Tagen rund 30.000 Baht in den Wirtschaftskreislauf der dörflichen Gemeinde. Dass es bei diesen endlosen Gelagen mit schwer atmenden Vergnügungssüchtigen gelegentlich zu Schlägereien und Vergewaltigungen kommt, scheint unter dem Namen „Sanuk“ irgendwie zum Lokalkolorit zu gehören. Wobei es nebensächlich erscheint, ob die Opfer minderjährig, oder gar geistig behindert sind. Aber das fällt wohl unter die Rubrik „liebgewonnene Gewohnheiten“ unter Leuten, die in Gegenden wohnen wo keine Busse mehr hinfahren. Die Isan Erfahrung brachte jedoch die Hirnzellen Wolfgangs, die nicht vom Liebeszauber infiziert waren, in Wallung. Er dachte ernsthaft darüber nach, wie viele offene Handflächen von Amateurzuhältern er in einer Beziehung mit Ning eigentlich permanent  mit buntbedruckten kleinen Königsportraits zu füllen hätte.

Die „Familie“ als Wurzel allen Übels

Für weniger vernunftresistente Menschen aus dem Westen, deren Bildungsstandard über dem einer thailändischen Vorabendserie liegt, erscheint der Isan als ein Landstrich, der zum größten Teil von bedauernswerten Mutanten bewohnt wird, die man gebündelt am Straßenrand ablegen sollte, um auf den gelegentlichen Besuch eines Todesengels zu warten. Abgesehen von der großen Schwester, die 24 Stunden am Tag Frondienst für die gesamte Bagage leistete, sind ihr Ehemann, ein Schwager und die dort von amüsiersüchtigen Nichten abgelegten Blagen, von einer Art epidemischer Faulenza Vulgaris Extremica infiziert. Wolfgang hat einmal in einer illusorisch anmutenden Aktion Gemüsesamen gekauft, damit der Bauernmob auf dem hinter dem Haus brachliegenden Grundstück Gemüse anbauen kann. Als er mit der prallgefüllten Tüte das Haus betrat lagen acht Personen um 2 Uhr nachmittags auf dem gekachelten Fußboden, um sich im Fernsehen TV-Dramas stinkreicher Familien in Bangkok anzusehen. Seine Vorstellung von Hilfe zur Selbsthilfe wurde von den  Zeit,- und Raumkonsumenten nur müde belächelt. Solange es aus der Küche nicht nach Essen riecht, kriegt hier keiner den Arsch hoch, um etwa aus dem Brachacker einen Strebergarten zu machen. Schließlich gehört man zu jener Art privilegierten Landadels, der kontinuierlich durch die Unterleibsaktivitäten einer adoptierten Verwandten in BangCock´s Soi Cowboy ernährt wird.

Die schlimmsten Blutsauger- zwei verkommende „Nichten“

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  Wolfgang gab dem wenig dynamischen Duo zweier unter Nings diversen „Nichten“ die Spitznamen Madame Tanzdiele und Madam Schaschlik. Als ich ihn um eine Beschreibung der beiden bat, sagte er nur: das sind Personen, von denen man sich wünscht, in der Krankenversicherung ihrer Mütter wären Abtreibungen inklusive gewesen.

Madame „Tanzdiele“ lebt derzeit mit einem Wallonen in Bangkok, in einer neu erworbenen Eigentumswohnung. Ein Grund, warum sie sich den Kauf leisten können liegt darin, dass ihre schwer geistig behinderte Tochter aus der Liaison mit einem Isan Hillbilly in Nings Haus abgelegt wurde, wo sich die große Schwester um die inzwischen auf nahezu 90 Kilo angewachsene15-jährige Frucht ihres Leibes kümmert. Die Behinderung des Mädchens entstammt der unglücklichen Situation, daß die Mutter während der ersten Schwangerschaftsmonate an Masern erkrankte, aber nie zu einer Schwangerschaftsuntersuchung ging, obwohl diese gratis gewesen wäre. Wenn es denn passt- und das geschieht selten genug- überweist sie unregelmäßig 5.000 Baht an die Familie auf dem Dorf. Das ist ein Witz, denn das Krümmelmonster verfrisst allein monatlich diesen Betrag. Und wenn einmal eine Mahlzeit auf sich warten lässt, dann zertrümmert sie den Kühl- oder andere Schränke, in denen sie Nahrung vermutet. Während die Tochter also gelegentlich die ohnehin spärliche Kücheneinrichtung umgestaltet, verreist ihre Rabenmutter schon Mal gerne mit ihrem Lover in ein Strandresort, um sich zu erholen. Auch ihre gelegentliche Nachtwanderung, ohne ihren Provider, durch die Discos der Stadt, schränken wohl die finanziellen Zuwendungen an ihr Kind ein. Selbst als die Behinderte von einem 71-jährigen Lustgreis im Dorf des unbegrenzten Vergnügens vergewaltigt wurde, ließ sie sich erst nach langer Zeit zu einem Gespräch mit den örtlichen Behörden blicken, um über eine Schadenersatzzahlung zu verhandeln. Ich kann es Wolfgang nicht verdenken, wenn er etwas verbittert über sie sagt: das ist eine Mutter mit fehlenden Chromosomen, die man laut schreiend aus einem fliegenden Hubschrauber werfen sollte. Zu dieser Aussage kam er nachdem er erfuhr, dass sie Ning aufforderte (nicht bat), ihr umgehend 8.000 Baht zu überweisen, weil sie das Haushaltsgeld von ihrem Lover verzockt hatte, was er ihr schwerlich verzeihen würde. Und wieder hat Ning bezahlt.

Madam „Schaschlik“ ist laut Wolfgang noch so eine „Mutter“, die man vor ihren Kindern genüsslich langsam strangulieren sollte. Sie hat im Isan einen rund 15 Jahre älteren Mann geheiratet, von dem man allgemein annimmt er sei der Vater ihrer drei Kinder. Bei ihrer jüngsten Tochter (etwa 10 Jahre alt) kann man aber nicht umhin Zweifel zu hegen. Erstaunlicher Weise ist die kleine intelligenter als jedes andere Mitglied der gesamten Großfamilie. Als die selbst für thailändische Verhältnisse ärmliche Behausung der Familie bei der großen Flut BanCock’s 1,70m unter Wasser stand, ging die Mutter mit ihren Kindern zurück ins Isan, wo sie natürlich ohne Einkommen und Habseligkeiten in Nings Haus Unterschlupf fand. Der Ehemann blieb in Bangkok und verkaufte Fleisch- und Fischbällchen  am Spieß (daher der Name Madame Schaschlik) an die abgetauchten, die sich zuhause nichts mehr selbst kochen konnten. Dabei stand er tagelang im von Batteriesäure und Werkstattabwässern verseuchten Wasser und schlief unter einer Autobahnbrücke.

Wolfgang und Ning griffen damals gehörig in die Taschen, um die Betroffenen mit Lebensmitteln, Kleidung und Bargeld zu unterstützen, wobei sogar Wolfgangs Freunde und Verwandte, die sich nach seinem Wohlbefinden während der Flut erkundigten, eine hübsche Summe beitrugen. Er schleppte sogar den Vater zum Arzt, dem vom verseuchten Wasser die Beine anschwollen, die von Verätzungen überseht waren. Nachdem ein arbeitsloser Enkel der großen Schwester geheiratet hat und natürlich lieber mit seiner Frau (15) in Nings Haus wohnte als in der Bretterbude seiner Schwiegereltern, wurde es wieder einmal eng. Madam Schaschlik zog ohne die Brut nach Bangkok um bei Madame Tanzdiele zu wohnen. Ihr Mann zog dafür wieder in Nings Haus ein, wo er gelegentlich an seinem seit Jahren nicht vorankommenden Rohbau bastelte und Gelegenheitsarbeiten annahm. Seine Frau tn_prostitution_pays1lachte sich inzwischen einen jugendlichen Liebhaber an, der sie im Haus der Schwester besuchte und dort auch übernachtete. Außer dem Ehemann war inzwischen jeder in der Familie über ihr Bratkartoffelverhältnis informiert. Mit Nings Hilfe in Form von Ratschlägen und Tipps betätigte sie sich kurzzeitig als freelancer in irgendwelchen Aufreisserschuppen. Ihr erster Freier fand Vergnügen daran, ihr heftig den Hintern zu versohlen,- sie eher weniger. Es war, als ob der die Versäumnisse ihres Gatten erahnt hätte. Als der Typ aber nicht aufhörte sie Tag und Nacht anzurufen, erfuhr ihr Gigolo davon und verbot ihr den Job. Also wieder keine Erlösung für Nings Portemonnaie. Inzwischen laufen Verhandlungen sich von ihrem Ehemann zu trennen, die Blagen mit ihm im Isan zu lassen und fortan mit ihrem mit ihrem Jugendlichen von Luft und Liebe (und gelegentlichen Zuwendungen Nings?) zu leben…

Fortsetzung folgt…

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Andrew White – Market of Dreams

Andrew White